Klima-Paket der Bundesregierung – was nun?

Am 20. September 2019 hat das Bundeskabinett ein neues Klima-Paket beschlossen. Auch die Betreiber einer Ölheizung sind hiervon betroffen und fühlen sich derzeit schnell verunsichert. D&B Tankschutz möchte die derzeit wichtigsten Fragen beantworten.

Beschluss des Bundeskabinetts – was nun?

Das beschlossene Paket zum Schutz des Klimas beinhaltet derzeit noch keine verbindlichen Regelungen. Da viele Eckpunkte noch in ein Gesetzgebungsverfahren müssen, ist hier die Zustimmung des Bundesrates erforderlich. Daher sind Änderungen an einzelnen Punkten noch denkbar.

Was besagt das Klima-Paket zu Ölheizungen?

Für Sie als Betreiber einer Ölheizung ändert sich bis Ende 2025 erst einmal nichts. Sie können bis zu diesem Zeitpunkt jederzeit Ihre momentane Heizung gegen ein neues Öl-Brennwertgerät austauschen und auch darüber hinaus weiter betreiben. Ab 2026 soll der Austausch gegen eine neue Ölheizung nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien erlaubt sein – sogenannte Hybrid-Heizungen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die zusätzliche Einbindung von Photovoltaik oder Solarthermie zum Heizen.

Des Weiteren sollen fossile Kraft- und Brennstoffe (Benzin, Diesel, Heizöl, Erdgas) mit einem CO2-Preis beaufschlagt werden. Anfänglich ab 2021 mit ca. 3 ct/l bis hin mit ca. 10 ct/l ab 2025. Hier ist bei Ihren zukünftigen Entscheidungen zu beachten, dass Sie auch bei der Umstellung auf eine Gasheizung mit dieser Preissteigerung rechnen müssen, da Erdgas ebenfalls zu den fossilen Brennstoffen zählt.

Wichtig für Sie ist aber auf jeden Fall die Aussage, dass Sie Ihre Ölheizung auch über das Jahr 2026 hinaus weiter betreiben dürfen.

Wird es eine „Abwrackprämie“ für alte Ölheizungen geben?

Das derzeitige Paket sieht Zuschüsse für den Austausch alter Ölheizungen, welche ausschließlich Heizöl nutzen, vor. Hier soll die Umstellung bzw. Einbindung erneuerbarer Energien mit bis zu 40% gefördert werden.

Daneben gibt es noch bis Ende 2019 eine staatliche Förderung der KfW-Bank mit bis zu 15% für die Modernisierung alter Ölkessel im Rahmen der Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung. Diese Förderung reiner Brennwertheizungen fällt ab 2020 weg.

Worauf sollten Sie in Zukunft achten?

Generell empfehlen wir Ihnen auch jetzt schon bei eventuellen Modernisierungen die Einbindung erneuerbarer Energien zu betrachten. Neue Brennwertgeräte verbrauchen zwar bereits deutlich weniger Heizöl und produzieren so weniger CO2, hybride Lösungen, zum Beispiel mit Photovoltaik, helfen jedoch die Klimabilanz Ihres Hauses nochmals signifikant zu senken. Auch andere Modernisierungsmaßnahmen, wie etwa die Dämmung von Außenwänden oder Dächern, können zu einer Reduzierung des klimaschädlichen CO2 führen.

Für weitere Informationen können Sie sich hier drei Dokumente des Instituts für Wärme und Oeltechnik herunterladen. Auch der Internetauftritt des Instituts (www.zukunftsheizen.de) informiert laufend über aktuelle Neuerungen rund um das Thema Ölheizung und Heizöl.